Trächtigkeitstagebuch

Wie alles begann:

 

Am 29.08.2018 wurde unsere Dunja diesmal sehr verfrüht  läufig. Locker 4 Wochen zu früh. Ob es an den vielen kleinen süßen Welpen, die wir in unserem Hundesportverein betreuen lag, wer weiß? 

 

Das schmiss unseren Terminplan gehörig durcheinander. Wir gaben sofort die Info an Angelika, die Deckrüdenbesitzerin, damit sie sich mit Chef vom Schnutetunker, Rufname Charly, bereit halten konnte. Alles fit, die Freude groß. Diesmal haben wir uns gemeinsam mit unserer Zuchtleitung für einen Ersatzrüden entschieden. Falls es mit Charly aus irgendeinem Grund nicht klappen sollte, sollte es sein Bruder Chianti sein. Leider fiel Chianti als „Backup“ aus, da er sich gerade versprungen hatte und ein verletzter Hund fällt flach. So mussten wir schnell einen „Ersatz“ für den Ersatz finden.

 

Uns wurde Itak du Chlos Chalandre aus Frankreich vorgeschlagen, den kannten wir bisher nur aus dem Internet sowie aus der Zeitung und Dunja kannte ihn gar nicht. Wir stimmten zu, und erhielten grünes Licht von unserer Zuchtleitung.  Am Anfang unserer Suche nach einem Deckrüden fiel uns Itak bereits ins Auge, aber dann entschieden wir uns für Charly.

 

Am 10. Tag der Läufigkeit fuhren wir zur ersten Progesteronbestimmung. Der Eiblasensprung geschieht bei einem Progesteronwert zwischen 5 und 10 ng/ml.

 

Der Wert lag bei 2.13 ng/ml.

 

Am 11. Tag der Läufigkeit fuhren wir zur zweiten Progesteronbestimmung. Der Wert lag diesmal schon bei 3.35 ng/ml. Dunja liebt Tierarztbesuche: Leckerlies für ein bisschen Streicheln, das ist doch klasse. Der Tierarzt prognostizierte die „besten Tage“.

 

Wir beschlossen mit Dunja am 10.09.18 (13. Tag der Läufigkeit) zu Charly zu fahren. Dort angekommen drehten wir noch ein kleine Spaziergehrunde, wie man das überlicherweise so macht.  Auf dem Parkplatz angekommen, zehrte uns Dunja schon zu seinem Zuhause. Denn das konnte sie sich noch von unserem ersten Kennenlernbesuch bei Charly merken…

 

Angelika war etwas aufgeregt, verständlich, wer wäre das nicht. Auch Charlys Züchter Helga und Reinhard Kramer, die extra die weite Anreise antraten, unterstützen uns Menschen.  Nochmal ganz herzlichen Dank dafür!

 

Diesmal entschieden wir uns für den angrenzenden Garten, damit Dunja den Allerliebsten nicht wieder müde spielte, wie sie es bei ihrem ersten Deckakt (A-Wurf) getan hatte. Es folgte ein nettes Spiel und Dunja stand immer mal wieder einladend da. Wir blieben den ganzen Tag und gaben den beiden mehrfach die Gelegenheit. Warum es letztendlich mit ihnen nicht funktionierte? Wer weiß es schon. Wir möchten dir Angelika nochmals ganz herzlichen Dank sagen und uns für die Gastlichkeit und die tolle Bewirtung bedanken.

 

Traurig verabschiedeten wir uns, und begaben uns auf den langen Weg zu Itak du Chos Chalandré nach Frankreich. Im Gepäck nur etwas zum Frischmachen... und ein Hotel mussten wir auch noch suchen. Denn damit hatten wir nun gar nicht gerechnet. Mitten in der Nacht kamen wir total erschöpft an, fanden glücklicherweise recht schnell ein Hotel und  fielen dann erst einmal in Tiefschlaf.

 

Am nächsten Vormittag hatten wir uns gegen 11 Uhr mit Itak und seiner Familie verabredet. Nach der Begrüßung und genauem Anschauen von Itak beschlossen wir Dunja zu holen. Sie sollte sich schon mal mit dem Garten vertraut machen, bevor sie Itak kennenlernen sollte. Wir redeten mit Händen und einem Gemisch aus Deutsch, Englisch und Französisch. Spannend und irgendwie auch lustig - doch wir verstanden uns prima. Sehr nette Menschen und ein wirklich schöner Itak, treuer Blick, charmantes Wesen. Er kam für uns absolut in Frage - ein sehr typvoller Hovi.

 

Dann kam der große Moment, Dunja durfte Itak kennen lernen. Sie kamen ins Spielen, Dunja mochte ihn auch. Glück gehabt. Da Dunja wahrscheinlich noch sehr müde vom gestrigen Tag war, ging diesmal alles recht schnell. Itak wusste genau, was zu tun ist.  Beim zweiten Anlauf, fiepste sie kurz auf und es war passiert. Beim sogenannten Hängen unterstützten wir die beiden etwas. Ja, sie waren sich sehr sympathisch. Danach ließen wir die beiden noch etwas verschnaufen und machten die obligatorischen Bilder. Ein schönes Paar! Dunja kam zum Ausruhen ins Auto, Itak ins Haus.

 

Einfach glücklich, dass es so harmonisch geklappt hat, begossen wir den Erfolg erst einmal mit Champagner, schließlich waren wir in Frankreich. Wir blieben noch und aßen zusammen Mittag. Salome, die Tochter, hatte extra für uns mit gekocht. Noch einmal ganz lieben Dank für die Gastfreundschaft. Es war wirklich sehr schön bei euch.

 

Zu den Bildern geht es hier.

Itak ist ein wunderschöner Hovawart, der keine Gelegenheit ausließ, sich ein paar Streicheleinheiten zu holen. Beim Abschied war Itak ganz traurig, irgendwie hätte er gerne mit Dunja weiter „gespielt“. Dunja allerdings war im wahrsten Sinne des Wortes hundemüde und wollte nur noch schlafen. Auf ein Nachdecken haben wir diesmal verzichtet, da der nächste Tag laut unserem Tierarzt, nicht mehr „erfolgversprechend“ gewesen wäre. So machten wir uns auf die lange Heimreise. 400 km lagen wieder vor uns.

 

Zitat von Gonzague Gobillot, Itaks Besitzer: „Eine wunderschöne Hündin, ein tolles Paar, wir freuen uns sehr auf deutsch-französische Babys. Wir werden die Kleinen auf jeden Fall besuchen kommen“.

 

Jetzt hoffen wir, dass unser B-Wurf auf den Weg gebracht wurde.+

 

Abends todmüde Zuhause angekommen, fand erst einmal eine stürmische Begrüßung mit Tochter Arya statt. Sie ließen wir Zuhause unter Betreuung unserer großen Kinder. Dunja wurde ganz besonders intensiv beschnüffelt.

 

Wie auch beim A-Wurf stellten wir die Tage danach bei unserer Dunja ein großes Schlaf- und ein noch größeres Kuschelbedürfnis fest.

 

Auch das Verhalten von Arya war anders als sonst. Dunja wurde von ihr immer wieder interessiert beschnüffelt. Und Dunja hatte keine Lust zu spielen, seltsam. Ein gutes Zeichen?

 

Am 10. Tag nach dem Decktag wurde Dunja gegen Herpes geimpft. Eine zweite Impfung erfolgt noch vor der Geburt. Die von der Mutter gebildeten Antikörper werden an die Welpen weitergegeben und schützen sie besonders für die empfängliche Zeit der ersten drei Wochen. Die Welpen nehmen einen Großteil der Abwehrstoffe über die erste Muttermilch auf.

 

Eine Herpes-Virus-Infektion ist für neugeborene Welpen oft ein Todesurteil, von den ersten Symptomen bis zum Tod vergehen in der Regel nicht mehr als 24 bis 48 Stunden.

 

Dieser Schutz ist uns wichtig.

 

8-15 Tage nach dem Eisprung (4-10 Tage nach der Befruchtung) erreicht der Maulbeerkeim (Morula, mehr als 18 Zellen) den Uterus.

 

Durch weitere Zellteilung entsteht der Embryo.

 

Die sich immer weiter teilenden Embryonen verbleiben wieder einige Tage frei schwimmend im Uterus und verteilen sich dann gleichmäßig in den Gebärmutterhörnern.

 

Am 15. Tag nach dem Decken und Dunja geht`s prima. Zuhause ist sie schläfriger als sonst und verfressen ist sie immer, da ist kein Unterschied zu beobachten.

Die Fruchtgröße beträgt am  15. Tag  ca. 1,1 – 1,5 mm.

Quelle: Hundezucht, Dr. Helga Eichelberg, Franckh-Kosmos Verlag; Bildnachweis: Zeichnung: K. Bottenberg

Bereits am 16. Tag ist der Vorläufer von Gehirn und Rückenmark, das Neuralrohr gebildet.

 

17-18 Tage nach der Ovulation nisten sich die Embryonen  in der Gebärmutter ein.  Jede Fruchtanlage hat ihre eigene abgeschlossene Kammer, so dass ihr ausreichend Platz in einem der beiden vorhandenen Gebärmutterhörnern zur Verfügung steht.  Die Plazenten werden gebildet. Ab nun werden die Früchte Feten/Föten) genannt .

 

Welpen und Mutter haben voneinander unterschiedliche, aber einander berührende Blutkreislaufsysteme, die die Nährstoffe übermitteln und Schadstoffe abführen.

 

Die Fruchtgröße beträgt am 20. Tag ca. 3,8 – 4,2 mm

 

Der Kopf des Welpen ist erkennbar und es gibt spontane Bewegungen.

 

Dunja ist sehr verschmust und bettelt nach mehr Futter. Aryas Fressnapf wird gründlich nachgeschleckt. Und hat nicht Frauchen immer Futter in den Jackentaschen, da müssen jetzt die Reißverschlüsse geschlossen werden, sonst wird alles stibitzt. Das hat sie als Welpe gerne gemacht. Sie spielt wieder mit Arya, aber nicht ganz so wild wie sonst üblich. Nur Besucher werden nach wie vor stürmisch von ihr in Empfang genommen und auf Hoviart getestet. Aber insgesamt benimmt sich eindeutig „schwanger“. Am 12.10. haben wir den Ultraschalltermin bei unserem Tierarzt, dann werden wir es wissen. 

 

Am 22. Tag sieht man schließlich auch die Knospen der Extremitäten.

 

Dunja  hat natürlich „Mutterschaftsurlaub“.  Sie wird noch mehr verwöhnt und genießt dies in vollen Zügen. Hundeplatz ist zurzeit tabu, Spaziergehrunden finden im bekannten Terrain statt, da die Hündin gerade in der Anfangszeit der Entwicklung der Welpen sehr empfindlich ist.

Am 23. Tag, ereilte uns die Morgenübelkeit. Ja, das gibt es auch bei Hunden und es ist nichts Schlimmes, schuld daran sind die lieben Hormone. Das hatten wir auch schon beim A-Wurf. Diesmal netterweise Zuhause und nicht auf der Terrasse eines Kaffees…

 

Die Fruchtgröße beträgt am 28. Tag ca.  10,0 – 15 mm

 

Um den 30. Tag sind alle wichtigen Organsysteme angelegt und auch die spätere Körperform ist in ihren Grundzügen erkennbar.

 

Die Fruchtgröße beträgt am 30. Tag ca. 1,6 – 2,1 cm

 

Am 33. Tag der Trächtigkeit besuchten wir mit Dunja wieder unseren Tierarzt in Neuwied. Heute wollten wir es schwarz auf weiß sehen. Natürlich ließ sie es sich nicht nehmen und sprang wie immer auf den Tisch. Nach etwas Einkürzen von Dunjas Bauchhaaren wurde sie noch schön eingekleistert.  Und tatsächlich, es konnten 7 Kleine auf dem Ultraschallbild  gesehen werden. Es ist wirklich ergreifend, die kleinen Herzchen zu sehen und wie sie so in ihren Eiblasen herumturnen. Dunja genoss die vielen streichelnden Hände und das Futter im Anschluss ganz besonders.

 

In den schwarzen Bläschen bewegte sich etwas.  Wir sind mächtig stolz!

Am Wochenende genossen wir das bilderbuchmäßige Wetter, leider fast zu warm für diese Jahreszeit. Arya verbrachte das Wochenende mit Wolfgang in Greven. Sie legte am Samstag eine phantastische Jugendbeurteilung ab und wurde am Sonntag auch noch ausgestellt.

 

Dunja blieb im gewohnten Umfeld und durchstreifte mit Frauchen ausgiebig den umliegenden Wald. Deutlich ruhiger als sonst und laufend bei Frauchen nach Futter bettelnd.

 

Zuhause schläft sie viel mehr als sonst und sucht ständig nach Fressbarem. Sie bekommt jetzt zusätzlich mittags noch eine Extraportion. An Bauch und Gewicht ist noch nichts Nennenswertes passiert, das kommt aber ganz gewiss in den nächsten Tagen.

Ab dem 35. Tag ist ein rasantes Wachstum der Welpen festzustellen, das „Mütterchen“ wird deutlich runder, ihr Gesäuge dicker, die Zitzen größer.

 

Deshalb soll ab der 5. Trächtigskeitswoche der Hündin eiweißreicheres Futter gereicht werden (Proteine sollen eine hohe Verwertbarkeit aufweisen). Auch hat die werdende Mutter jetzt besondere Bedürfnisse an die Nahrung, welche erfüllt werden sollen. Dunja bekommt jetzt zusätzlich Spezialfutter für werdende Mütter und mittags eine Zusatzportion. Sie verputzt alles bis auf den letzten Krümel und lässt es sich schmecken. Trotzdem soll sie natürlich gemäßigt zunehmen. Angestrebt wird ca. ein Gewicht von 15-25% über dem Anfangsgewicht.

 

Auch eine andere Veränderung können wir feststellen:  Dunja´s Zitzen sind tatsächlich größer geworden und auch die Taille entschwindet so langsam. Man sieht schon ein Bäuchlein und das jetzt noch besser, da sie diesmal für den Ultraschall etwas rasiert wurde.

Die Augenlider sind ausgebildet und auch die Ohren werden durch die Ohrmuscheln bedeckt. Die Zehen sind nun bereits getrennt voneinander und werden einige Tage später deutlich gespreizt. Die Krallen werden gebildet. Bereits jetzt sind auch die äußeren männlichen Geschlechtsorgane erkennbar, aber nicht für uns, da müssen wir erst die Geburt abwarten.

 

Bei uns laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren, es wird schon geräumt, gewaschen, sortiert, aufgestockt, denn es sind schließlich nur noch ein paar Wochen.

 

Für Dunja ist das prima: Spazierengehen, Fressen, Kuscheln, Schlafen – einfach perfekt. Arya, ist etwas irritiert, da mit ihrer Mutter nicht so viel anzufangen ist, kaum ein Spielchen und sie schläft ihr wohl auch zu viel. Unseren „kleinen Hopps“ bekommen wir aber mit ein paar Extrarunden Radfahren und etwas „Kopfarbeit“ auch ausgelastet.

 

Die Fruchtgröße beträgt am 40. Tag ca. 3,8 – 4,2 cm.

 

Ab der 6. Trächtigkeitswoche werden die meisten Hündinnen deutlich ruhiger und oft auch etwas lauf-faul. Sie brauchen aber Bewegung an der frischen Luft, sollten nur nicht überanstrengt und überfordert werden.

 

Dunja geht gerne Spazieren. Aber sie hat doch deutlich an Geschwindigkeit verloren. Am liebsten ist sie im Schritt oder Trab unterwegs. Auch hat sie jetzt schon deutlich an Umfang zugenommen. Fast jeden Tag kommen ein paar Zentimeter hinzu.

Am 42. Tag (21.10.) haben wir mit dem Bau des Welpenzimmers begonnen. Wieder haben wir uns für unseren Essbereich entschieden. Die Kleinen sollen ja, wie auch schon beim A-Wurf, mitten unter uns aufwachsen. Wir haben alles erneut schön pflegeleicht  hergerichtet. Die Welpenbox wurde diesmal etwas verkleinert, da sie uns beim A-Wurf etwas zu groß erschien. Wir lassen die Welpen lieber raus, wenn sie es möchten, denn schließlich sollen sie lernen, sich nicht am Schlafplatz zu lösen.

Das Inndoor-Welpenzimmer ist fertig, jetzt kann eingezogen werden. Dunja beobachtete die Dinge etwas skeptisch. Arya hingegen, erinnerte sich wohl an ihre Welpenzeit zurückversetzt und war ganz fasziniert. Dunja  hat sich wieder entschieden, nachts neben Susannes Bett zu schlafen. Sie sucht eindeutig noch mehr Nähe. Die Wurfbox wurde auch schon aufgestellt, Dunja hat sie natürlich inspiziert und schon einmal probegelegen.

Es ist jetzt fast alles für die baldige Geburt gerichtet. Wir sind hoffentlich bestens vorbereitet und falls wir ärztlichen Rat benötigen, haben wir die Notfallnummer griffbereit.

 

Am 48. Tag (27.10.) begegneten wir ein paar Hundekumpels von Dunja und Arya. Dunja nahm sie wohl war, zeigte aber kein großes Interesse an einem Spiel. Doch die lecker gefüllten Taschen der Hundebesitzer erregten ihre volle Aufmerksamkeit.

 

Ihr Bauchumfang beträgt jetzt schon 84 cm, 12 cm mehr als zu Beginn der Trächtigkeit. Sie wird von uns jetzt liebevoll „Fässchen“ genannt.

In der  7. Trächtigkeitswoche beginnt das Skelett der Welpen zu verkalken. Nun sind auch bereits Welpenbewegungen von außen zu sehen oder zu fühlen.

 

Die Fruchtgröße beträgt am  50. Tag ca.  11,7 – 12,2 cm.

 

Am 51. Tag  (30.10.) konnten wir zur 2. Herpesimpfung fahren. Mit der 2. Impfung ist nun der Herpes-Schutz gegeben. Das wäre nun auch erledigt.

 

Dunja wurde nochmals gründlich vom Tierarzt untersucht, ihr geht es bestens. Das Gewicht beträgt 43,3 kg, bei einem Umfang von 88 cm. Sie ist nicht fett, hat aber einen gehörigen Bauch bekommen. Wir glauben nicht wirklich, dass es „nur“ bei den 7 entdeckten Welpen bleiben wird.

 

Am 52. Tag mussten wir sehr schmunzeln. Ein Reh kreuzte unseren Weg. Dunja schnupperte kurz und ging ganz gemächlich ein Stück hinterher, drehte sich dann um und holte sich ein Leckerli von Frauchen. Man muss halt Prioritäten setzen: Über 8 kg mehr an Gewicht, dazu ein dicker Bauch, das ist für einen Spurt doch etwas hinderlich.

 

Ab und an legt sie sich auch mal in die vorbereitete Wurfbox, um ein Nickerchen zu machen. Arya ist dann ganz neugierig, wird von Dunja aber dort nicht geduldet.

 

Am Nachmittag konnten wir eine phantastische Entdeckung machen: Beim Kuscheln bewegte sich am Bauch etwas, ein unglaubliches Gefühl, die Kleinen jetzt schon zu spüren!

Fotos vom Spaziergang am 53. Tag

Am Tag 55 (03.11.)  wurde Dunja nochmals kurz beim Tierarzt vorgestellt. Alles prima, Gewicht 44,7 kg mit einem Bauchumfang von 91 cm. Auch der Arzt meinte, dass es wohl mehr als die beim Ultraschall gesehenen werden würden, denn in ihrem Bauch wurde mächtig gestrampelt.

 

Im Moment ist sie etwas grantelnd gegenüber anderen Hunden – das liegt wohl an ihrem Zustand.  Mit Arya wird aber ab und an gekuschelt und vertraut nebeneinander geschlafen.

 

Tag 57 (05.11.) Ab heute messen wir täglich morgens, mittags und abends ihre Körpertemperatur, denn ein Absinken der Körpertemperatur unter 37 Grad für einige Stunden ist ein Hinweis auf eine bevorstehende Geburt in den nächsten 6 - 30 Stunden.

 

Manchmal geht sie in die aufgestellte Wurfbox und leckt alles ab. Gerne legen wir uns zu ihr, um dort mit ihr zu schmusen und sind fasziniert von den Welpenbewegungen in ihrem Bauch. Doch am liebsten schläft sie dort, wo sie am maximalsten im Weg liegt. Daran hat ihre Trächtigkeit nichts geändert. Typisch Hovi eben. Aber Frauchen darf sich ab sofort nicht weit entfernen, dann wird gejammert. Mit weit ist hier außer  Sicht gemeint…

 

 

 

Sie hat auch damit angefangen immer mal wieder ihre Decken zusammenzuscharren. Und diesmal hat sie zusätzlich beschlossen im Garten zu graben. So bekommen die Blumenzwiebeln halt einen anderen Platz im Garten. Normalerweise macht sie das wirklich nie. Doch jetzt  buddelt sie voller Hingabe was das Zeug hält. Arya ist von diesem Treiben etwas irritiert. Sie weiß wohl nicht, was ihre Mutter da so treibt. Das kennt sie nicht von ihr.

 

Tag 58 (06.11.): Ab diesem Zeitpunkt können die Welpen sicher geboren werden. Die Lunge und andere wichtige Lebensfunktionen sind geburtsbereit entwickelt.

 

Augenlider und Gehörgänge sind noch geschlossen. Die letzten vier Tage in der Gebärmutter dienen zur stärkeren Ausprägung der Merkmale. Die Welpen nehmen nochmal stark an Gewicht zu.

 

Bereits jetzt sind die Welpen berührungsempfindlich und werden es genießen, wenn man der Hündin regelmäßig den Bauch streichelt.

 

Die Hündin hat weniger Hunger, was durch den Platzmangel im Bauch verursacht wird. Sie verbringt sehr viel mehr Zeit mit der eigenen Körperpflege. Die Zitzen schwellen weiter an, es kann schon zu einer ersten Milchproduktion kommen.

 

 

 

Die Hündin wird unruhiger und sucht einen geeigneten Platz fürs Werfen. Die Bewegung der Welpen im Mutterleib ist leicht erkennbar, wenn man die flache Hand vorsichtig auf den Bauch der Hündin legt. Sie muss dazu völlig entspannt sein.

 

Dunjas Appetit ist merklich zurückgegangen. Wahrscheinlich hat sie einfach keinen Platz mehr. Sie bekommt von uns jetzt viele kleine Portionen - manchmal etwas aufgepeppt. Nur das große Stück frischen grünen Pansen am Wochenende, das verschlang sie ganz nach Dunja-Art. Also (mehr oder weniger) in einem Stück. In ihrem Bauch zuckt es kräftig, man braucht nicht einmal die Hand auf ihren Bauch zu legen, um die Bewegungen der Kleinen wahrzunehmen. Spazierengehen ist auch noch kein Problem. Immer schön vorne weg. Ihr Bauch wächst immer noch und sie ist ziemlich entspannt.

 

An der Körpertemperatur hat sich noch nichts verändert. Diese ist völlig unauffällig. Diesbezüglich gibt es also noch keinerlei Anzeichen auf eine bevorstehende Geburt.  

 

 

Am Tag 60 (08.11.) Die Nacht war etwas unruhig, hat Dunja doch beschlossen, ihre Körperpflege ausgiebig während der Schlafenszeit zu betreiben. Schön, wenn man neben Frauchens Bett schläft. Doch am Morgen war alles normal: Temperatur, keinerlei Auffälligkeiten beim Spaziergang und auch sonst nichts Bemerkenswertes. So wurde der fehlende Schlaf einfach am Tag nachgeholt.

Jetzt warten wir gespannt auf Anzeichen der bevorstehenden Geburt:

 

-      Zunehmende Unruhe

 

hinaus und wieder hineinwollen

 

keinen Platz finden

 

sich hinlegen und wieder aufstehen

 

-      kriechen unter Tische

 

-      Aufsuchen einer möglicherweise gebauten Höhle

 

-      verstärkte Anhänglichkeit

 

-      vermehrtes Urinieren

 

-      Hecheln

 

-      Temperaturabfall und Wiederanstieg kurz vor der Geburt.