Geschichten aus der Wurfbox

4. Woche (02.12.-08.12.18)

Viele Besucher waren schon da. Die ersten Welpen haben bereits ihre zukünftige, neue Familie gefunden. Manche Familien waren auch zum zweiten Mal da und waren erstaunt, wie sie doch gewachsen sind bzw. wie sie sich schon weiterentwickelt haben. Wer „seinen“ Hund schon ausgesucht hat, darf ab jetzt jederzeit vorbeikommen. Wir finden dies gut, da die Kleinen sich schon mal an die neue Familie gewöhnen können.

 

Besucher werden jetzt angeknabbert. Besonders beliebt sind die Fußzehen, in die der eine oder andere kleine Zwerg gerne mal beherzt zubeißt. Die Welpen überklettern uns auch intensiver seit dieser Woche. Am Wochenende hatten wir auch Besuch von einer Familie mit einem jüngeren Kind. Nach wilder Begrüßung im Hof, ließ sich Dunja dieses Mal von dem kleinen Jungen streicheln. Sie hatte ganz entspannt die Augen geschossen und genoss die Streicheleinheiten. Er trat recht selbstbewusst auf und so hatte sie kein Problem mit ihm. Denn eigentlich lässt sie nur Erwachsene Besucher und größere Kinder zu den Welpen.

 

Unsere Tochter nutzt auch gerne die Wochenenden, da sie unter der Woche im Studium ist. Da haben wir Wochenends „die Hütte voll“.

 

Man kann bei den Kleinen die ersten Beutespiele entdecken. Da wurde von Banu kräftig in das „Tischtuch“ gebissen und es durchgeschüttelt. Wir legen unter den Futterring immer ein Laken, damit die Essensschlacht nicht ganz so ausartet. Auch Bonaparte probierte sich an seiner Beute und versuchte sich am Vetbed. Mit dem Schütteln war es schwieriger für ihn, da es etwas zu groß für sein Mäulchen war. Die ersten Gegenstände werden auch schon herumgetragen.

 

Manche, besonders Balin, essen mit ganzem Körpereinsatz. Dann sind schon mal alle Füße im Futter. Endsprechend sehen sie dann aus. Banu, die Vornehme, schlabbert ganz gemütlich. Andere wiederum haben „ihre“ Stelle am Futterring gefunden und werden einfach überklettert. Da es mit elf dicken Köpfchen dort langsam zu eng wird, haben wir beschlossen, einen zweiten zu kaufen, der hoffentlich nächste Woche geliefert wird. Nach ausgiebigen Futtern müssen manche Welpen von uns dann noch etwas geputzt werden - eine erste Vorbereitung aufs Leben: Pfotenwaschen. Da wird schon mal gemosert, aber auch die Pfoten gehören dazu, und wer schon einen Hovawart hatte weiß, dass diese heilig sind.

 

Wir haben gegen Ende der Woche damit begonnen, Fleisch dazu zu füttern. Dies bekommen sie natürlich einzeln aus der Hand (dazu gibt’s von jedem Einzelnen Fotos in der Galerie). Immerhin die erste zimmerwarme Mahlzeit bei der gekaut werden musste.

 

Manche waren sehr vorsichtig, andere bissen auch mal ungestüm in die Hand, einige versuchten es mit lecken, ein paar wollten viel mehr davon und protestierten, als sie zurück in den Welpenauslauf gebracht wurden. Insgesamt kam die neue Speise aber sehr gut an. Der Rest des Fleisches wurde dann zur freien Verfügung aller hingestellt. So konnte sich jeder, der noch wollte, einen Nachschlag erbeuten.

 

Fast jeden Tag gibt es etwas Neues dazu. Die Welpen sollen sich an unterschiedliche Geschmäcke gewöhnen.

 

Arya übt sich schon mal in der Welpenpflege. Dafür geht sie auch mal in die Wurfbox. Wenn alles klappt, wie geplant, soll sie auch Mutter werden. Aber das hat noch Zeit. Manchmal muss man sie in ihrer Euphorie etwas bremsen. Die Kleinen wissen auch schon, dass sie keine Milch hat. Die Welpen verhalten sich allerdings ganz anders, wenn Dunja zu ihnen geht. Da gibt es kein Halten mehr. Dunja säugt immer noch, aber nicht alle auf einmal. Wir nehmen mal an, wenn es zu viele auf einmal sind, setzen sie ihre nadelspitzen Zähnchen ein, um sich festzuhalten. Das gefällt Dunja natürlich nicht, da wird auch schon mal geknurrt und der Welpenbereich verlassen: Erste Erziehungsmaßnahmen.

 

Seit dieser Woche ist auch die Wurfbox immer offen, damit sie sich auch im Welpenauslauf aufhalten können. Bastienne war die erste, die sich nachts einen einsamen Schlafplatz suchte, dies hielt aber nur eine Nacht.

 

Die nagelspitzen Krallen mussten diese Woche wieder etwas entschärft werden, nicht nur das Fell wird üppiger, alles wächst unglaublich.

 

Es wurden einige neue „Einrichtungsgegenstände“ im Welpenzimmer drapiert: Eine Höhle in Form eines Kartons, eine Metalldose mit Kieseln darin, ein Trapez mit Spielknoten und Knistertier, ein großer knautschiger Ball etc. Alles wurde eingehend und interessiert untersucht. Die Minispielknoten werden auch schon herumgetragen und beknabbert. Untereinander wird aber noch nicht um ein Spielzeug gekämpft. Das Interesse am Putzlappen ist schon geweckt, der wird von manchen schon verfolgt.

 

Die „Außentoilette“ wird von vielen schon regelmäßig aufgesucht. Besonders amüsant war es, als gerade „Säugezeit“ war. Ein Welpe machte vom Säugen Pause, ging Richtung Löseplatz, verrichtete sein Geschäft und kam schnurstracks wieder Richtung Zitze. Wunderbar, dies zu beobachten.

 

Diese Woche sind wir gefragt worden, ob wir Stress haben. Eigentlich nicht, außer morgens, wenn alles auf einmal gemacht werden muss. Grundreinigung, die Wäsche, Futter für 11 hungrige Mägen zubereiten. Dazu erledigen alle gleichzeitig ihre „Geschäfte“. Und Dunja und Arya sollten längst spazieren gewesen sein. Ein Drama wäre sicherlich, wenn die Waschmaschine ihren Dienst verweigerte, aber sie läuft und läuft.

 

Wir sind mit Herzblut bei der Sache, denn es ist einfach schön, diese kleinen Wesen zu erleben und sie auf die Welt vorzubereiten. Man muss auf jeden Fall kreativ sein, um sich immer wieder neue Eindrücke für die Welpen einfallen zu lassen. Natürlich muss man auch unbedingt mit ihnen kuscheln, denn sie riechen einfach zu gut. Ein Plus sind sicherlich auch die vielen netten Menschen, die wir über die Welpen kennenlernen dürfenWir freuen uns, wenn alle Welpen gesund und tapfer die ersten Schritte ins Leben machen. Es ist eine Freude, an der weiteren Entwicklung in den neuen Familien teilhaben zu dürfen.

 

Die Wurfbox wird zum Teil auch noch aufgesucht, aber eher um dort die Kuscheltiere zu benagen oder natürlich wenn Dunja darin liegt, um sie zu säugen.

 

Unsere Kleinen sind nun sehr produktiv. Besonders nach ausgiebigen Schläfchen. Werden sie wach, kann man gar nicht genug Hände haben! Da ist „Aufsammeln“ angesagt! Die Küchentücher werden dein bester Freund. Davon kann man dann gar nicht genug haben, denn die Größe der Pfützchen wächst proportional mit den Welpen. Die Kleinen sollen direkt die „Sauberkeit“ lernen, außerdem sollen sie nicht durch ihre „Geschäfte“ laufen, dann wäre dieser wunderbare Welpengeruch weg.

 

Nachts schlafen sie meistens durch. Zwischendurch wird noch manchmal etwas gespielt, aber dann geht’s wieder ans schlafen.

 

Für 2 schwarzmarkene Rüden suchen wir noch die geeignete Familie:

Für Balin (dunkelblau) sowie für Bodewald (hellblau).

3. Woche (25.11.-01.12.18)

Arya ist jetzt regelmäßig im Welpenauslauf und in der Wurfbox. Oft zu unserm Leidwesen, denn manchmal wachen die Welpen dann auf. Amüsant ist es aber, wenn Arya sich dort hinlegt und die Kleinen anfangen bei ihr nach Milch zu suchen. Dann ist sie schon irritiert und überlässt diese Aufgabe lieber ihrer Mutter Dunja. Auch mag es Arya nicht, wenn Welpen irgendwo alleine sind und will sie dann „zusammenschubsen“. Einen hat sie sogar hundegerecht getragen. Dunja stört es nicht - solange sich niemand beschwert.

 

Die Welpen beginnen auch die „Außenwelt“ zu erkunden. Sie haben begonnen, die Wurfbox zu verlassen. Bonaparte war der erste, der alleine hinauswollte. Er trägt grün, wie beim A-Wurf, da war auch Mr. Green der erste. Was für ein Zufall! Bastienne war die zweite, Arya hat sie animiert, indem sie am Ausgang fiepte. Bionda die dritte, dann Benise, gefolgt von Bela und Bodewald als 5. und 6. Dann kamen sofort die anderen hinterher. Man könnte ja was verpassen.

 

Dunja liegt zum Säugen gerne neben der Box, da ihr das Gewusel wohl zu viel ist, schließlich braucht sie auch Platz, um sich hinzulegen. Wenn man schon angesaugt wird, bevor Mutter sich richtig platziert hat, wird es schwierig mit einem entspannten Liegen.

 

Benise, Bela und Bodewald haben Dunja als erste in ihrem "Versteck" um die Ecke neben der Wurfbox gefunden und konnten zuerst ihre Lieblingszitzen wählen. Mit etwas Unterstützung hat es auch bei den anderen gut geklappt. Wieder einen Entwicklungsschritt weiter Richtung Selbstständigkeit.

 

Um Dunja zu entlasten, haben wir begonnen Welpenmilch dazuzugeben. Die ersten „Schritte“ jeder einzeln mit dem Abschlabbern, des in Milch getauchten Fingers, von einer flachen Schüssel. Vom Saugen zum Schlabbern ist auch ein großer Schritt.

 

So kam unser Angebot bei der Bande an:

Bijou, naja; Benise fands gut und hat schon mal geschlabbert, Basha, naja; Banu: geht so; Bodewald war noch zu schläfrig und fand‘s wohl überflüssig, sich damit zu beschäftigen, dann kam der Rest und wir haben den Überblick verloren. Die Neugier war geweckt.

 

Wir wurden mutiger und ließen sie alleine probieren, schlecken kann auch vom Fell des Geschwisterchens schön geübt werden. Danach sahen sie besonders lecker aus und Dunja ließ es sich nicht nehmen, jeden ausgiebig zu putzen.

 

Im Laufe der Woche wurden wir noch furchtloser und stellten den Welpenring auf. Diesmal mischten wir unter die Milch auch etwas eingeweichtes, püriertes Trockenfutter, das kam dann besser an, es wurde kräftig geschleckt und darin gebadet. Alles noch leckerer für Dunja. Sie kam mit dem Putzen gar nicht mehr nach und wir halfen etwas mit dem Waschlappen.

 

Erste Spielaktivitäten untereinander finden auch schon statt. Da wird die Pfote gegen den anderen gestellt, aber so sicher klappt es noch nicht mit dem festen Sitzen, wenn die Vorderbeine nicht auf dem Boden sind, dann macht man mal eben eine kleine Rolle und versucht es von Neuem. Den einen oder anderen versuchten Hüpfer sieht man schon. Manche probieren es auch schon mal mit Imponiergehabe, ganz nach Hovi-Art. Da wird sich aufgeplustert, die Rute erhoben und im strammen Schritt mit Getöse auf das Geschwisterchen „zugerannt“. Das werden wir genauer beobachten.

 

Erste Anregungen haben die Welpen diese Woche auch von uns in den Auslauf bzw. in die Wurfbox gelegt bekommen. Eine PET-Flasche mit Steinen gefüllt, verschiedene Bälle, unterschiedliche Wackeluntergründe, ein Kissen zum Kuscheln, falls die Geschwister nicht reichen und ein Kuscheltier. Von dem neuen Kuscheltier ist Dunja so begeistert, dass wir es ihr regelmäßig wegnehmen und zurück in die Welpenbox bringen müssen. Dunja untersucht alles. Schließlich muss man als Mutter die Sachen erst einmal auf ihre Eignung überprüfen.

 

Die ersten Zähnchen sind auch schon da. Manche probieren sie auch schon aus. Dunja scheint es auch zu merken und knurrt manchmal, wenn es ihr beim Säugen zu wild wird, genießt aber dann doch die Entlastung.

 

Diese Woche haben alle ihre erste Entwurmung bekommen und das über drei Tage. Am ersten Tag ging‘s recht gut, wobei es nur zu zweit zu schaffen war, am zweiten Tag schüttelte sich schon so mancher und verzog die Schnute, am dritten Tag ließen sie es über sich ergehen, bis auf einen, der Quiekte und Dunja sprang während des Säugens besorgt in die Box. Alle haben es aber gut überstanden und wurden von Dunja prima getröstet.

 

Oft schon schlafen die Welpen von ca. 23:00 Uhr bis 05:00/06:00 Uhr.  Gegen 00:00/01:00 Uhr müssen manche nochmal Pippi. Das machen sie aber so nebenbei und dann wird sich direkt wieder eingekuschelt und geschlafen.

 

Die ersten Besucher waren auch schon da. Nach einer typischen Hovi-Begrüßung im Hof entspannten sich Dunja und Arya schnell und ließen alle zu den Welpen.

 

Trotz vielen Besuchs, z.T. waren 6-7 Personen im Welpenbereich, störte sich Dunja nicht daran und säugte. Arya hatte damit zu tun, den Besuchern die Gesichter abzuschlecken. Alles ganz harmonisch.

 

Wir haben viel Lob bekommen, Dunja würde so gut aussehen, hätte noch so ein schönes Fell und das bei 11 Welpen. Auch ihr Gesichtsausdruck: keine Spuren von Überforderung. Das hört man als Züchter natürlich sehr gerne

2. Woche (18.-24.11.18)

Die Namen stehen nun fest:

 

Nr. 1 (rot) heißt jetzt Bijou

(franz.,: „hübsch“, Edelstein, Juwel, Schmuckstück“)

 Nr. 2 (dunkelblau) heißt jetzt Balin

 (indisch,: „mächtiger Soldat“ oder auch Kurzform von Baldwin „kühner Freund“)

 Nr. 3 (lila) heißt jetzt Bonny

 (altfranz., schottisch,: „die Hübsche, die Gute“)   

 Nr. 4 (schwarz) heißt jetzt Bela

 (ungarisch: „von edler Abstammung, der Vornehme, der Gutmütige“)   

 Nr. 5 (grün) heißt jetzt Bonaparte

 (altfranz.: „der Freundliche, der Gute“; franz. Adelsgeschlecht)

 Nr. 6 (orange) heißt jetzt Banu

 (arab.: „die Angesehene, edle erhabene Dame“)

 Nr. 7 (hellblau) heißt jetzt Bodewald

 (altdeutsch,: „Gebieter und herrschen, auch f. Bote bzw. Gebieter und walten“)

 Nr. 8 (gelb) heißt jetzt Benise

 (franz.: „die Gute“)

 Nr. 9 (braun) heißt jetzt Bionda

 (ital.,: „die Blonde, Blondine“)

 Nr. 10 (weiß/rosa) heißt jetzt Basha

 (pol.: „Gottes Schöpfung“)

 Nr. 11 (silber) heißt jetzt Bastienne

 (franz.: „die Verehrungswürdige“)

 

Wir haben diesmal einige französische Namen gewählt, da der Vater „Itak du Clos Chalandré“ ja Franzose ist und Namen, welche nicht so häufig sind.

 

Dunja genießt das viele schmackhafte Futter, von dem sie Unmengen vertilgt. Der Napf ist rund um die Uhr gefüllt, damit sie fressen kann, soviel sie mag. Denn schließlich muss sie im Augenblick ja eine ganze Menge leisten.

 

Vorwiegend liegt Dunja außerhalb der Wurfbox, passt aber gut auf und ist zur Stelle, wenn sich die Kleinen melden oder wenn sich Arya zu sehr nähert. Wobei Dunja in diesem Fall eher ihr Futter vor Arya beschützt, als die Welpen. Arya darf noch nicht ganz so nah ran. Doch, als einmal kein Futter in Dunjas Schüssel war, ging Arya in den Welpenauslauf um die Kleinen kurz zu betrachten. Sie verhielt sich unglaublich respektvoll. Auch als wir uns mal wieder an Portraitaufnahmen versuchten und Aryas Neugierde einfach zu groß war, nahm sie ganz vorsichtig Kontakt auf. Man kann sich im Moment gar nicht vorstellen, dass diese Kleinen auch mal so groß wie Arya und größer werden.

 

Wir haben immer noch unser Lager auf der Gästeliege im Welpenzimmer direkt neben der Welpenbox. Die Kleinen melden sich ungefähr alle 2 Stunden tags wie nachts, dann werden sie ausgiebig von Dunja geputzt und gesäugt. Insgesamt ist es so schön den Kleinen zuzuschauen - da kann man schon mal die Zeit vergessen. Wir werden inzwischen auch angesaugt, wenn wir mit in der Wurfbox sind. Dunja hat schließlich nur 10 Zitzen und manche sind begehrter als andere. Da finden schon fast kleine Kämpfe statt.

 

Wir kuscheln viel mit ihnen, wenn auch nur kurz, da sie noch sehr viel schlafen. Kommt man mit dem Finger zu nah an das Mäulchen, wird man heftig angesaugt.

 

Einige können schon alleine Häufchen sowie Pippi machen. Auch wenn sie dann etwas verloren dreinschauen, wenn sie plötzlich in einer Pfütze sitzen. Ja, auch das Hinhocken ist noch eine sehr wackelige Angelegenheit. Was aber manche schon recht gut machen: Sie suchen das Ende der Wurfbox auf und benutzen die von uns ausgelegten Tücher als Toilette. Eine anstrengende Angelegenheit für die Kleinen. Der Hinweg wird noch munter gepackt, dann wird das Geschäft erledigt, aber dann reicht meist die Kraft nicht aus und auf dem Rückweg wird erst einmal ein Schläfchen gehalten. Es ist zu drollig!

 

Alle Beinchen sind fleißig im Einsatz und sie laufen nun auch schon fleißig auf Dunja zu. Ihr Laufen gleicht noch eher dem Gang eines Chamäleons. D. h. sie schaukeln und stocken beim Gehen. Da ist vom eleganten Laufwerk eines Hovawarts noch gar nichts zu sehen.

 

Die eine oder andere Interaktion unter den Kleinen ist auch schon zu erkennen: Da wird sich gegenseitig am Mäulchen geleckt, sich auf den anderen draufgelegt oder irgendwie dazwischen gequetscht.

 

Beim Schlafen wird gezuckt, geschmatzt, gelaufen und manchmal schon geknurrt. Auch Bellen können sie schon, manche laut manche leise. Sobald sie aufwachen, müssen erst einmal dringende Geschäfte erledigt werden. Manche können das schon alleine, aber Dunja und wir sind dann zur Stelle und helfen etwas. Das Schlafbedürfnis ist nach wie vor sehr hoch. Sie schlafen zurzeit noch ca. 16-20 Stunden pro Tag. Dies nutzen wir dann u.a., um die messerscharfen Krallen etwas zu entschärfen.

 

Ein kleiner Konkurrenzkampf entsteht beim Säugen um die beste Zitze. Da hörten wir doch tatsächlich auch schon mal ein Knurren, weil die Zitze nicht hergegeben werden wollte. Aber das alles macht aber nicht viel Sinn, denn Dunja lässt sie sowieso wieder durcheinanderpurzeln, da auch das Putzen nicht zu kurz kommen darf. Es wird dann zwar protestiert, aber wenn man von Mama abgeschlabbert wird, gefällt es dann doch meistens, denn es sorgt für Erleichterung.

 

Dunja hat da mit 11 Zwergen schon ganz schön viel zu erledigen.

 

Mitte der Woche konnten wir dann schon die ersten Augenschlitze sehen. Alle Kleinen haben am Ende der zweiten Woche die Augen geöffnet. Dadurch haben sie einen ganz anderen Gesichtsausdruck bekommen. Zunächst waren es ja nur schmale Schlitze. Es wird aber nun noch mindestens zwei Wochen dauern bis sie klar sehen können.

 

Einige  Welpen haben diese Woche ihr Geburtsgewicht verdoppelt und alle sind munter und fidel. Letze Woche hatten sie noch viel Ähnlichkeit mit Meerschweinchen, jetzt werden es schon richtige Hunde. Schwanzwedeln können sie auch schon.

 

Diese Woche haben sie schon ein neues Welpenhalsband angezogen bekommen, da die ersten zu klein wurden.

 

Der Wäschekorb, der zur Auslagerung beim Saubermachen diente, gehört wieder uns. Dieser ist jetzt viel zu klein geworden bzw. auch zu gefährlich, da sie da hinausklettern. Jetzt werden sie kurzerhand neben der Wurfbox bei Dunja „geparkt“, damit wir das Lager wieder frisch machen können.

 

Die ersten haben schon einmal selbstständig einen Blick aus der Welpenbox gewagt, wir sind gespannt, wann sie die erste Absperrung überklettern.

 

Was passiert im Allgemeinen in der zweiten Woche:

 

- Augen sind offen und die Ohren beginnen sich zu öffnen

- der Welpe kann mit der Umwelt in Kontakt treten und lernen

- Veränderung im Verhalten der Welpen

- Vorwärts- und Rückwärtskriechen

- Hundesitz, Steh- und Gehversuche

- erste soziale Interaktionen, z. B. Knurren, Schwanzwedeln

- Erweiterung des Aktionsradius von der Mutter weg

 

Auch haben wir diese Woche das „Outdoor-Welpenzimmer“ fertig gestellt und den Garten „welpensicher“ gestaltet. Sobald sie mobiler sind und nicht mehr ganz so viel schlafen, kann das dann auch genutzt werden. Aber erst müssen sie sich den Welpenauslauf und den Flur erobern.

 

Wir sind sehr zufrieden, die Kleinen entwickeln sich prima. Dunja spielt auch wieder mal mit Arya und genießt den täglichen Spaziergang.

1. Woche (11.-17.11.18)

Nachdem Dunja in den ersten Tagen nach der Geburt viele Nachwehen zu schaffen machten, geht es ihr nun gut. Von Durchfall wurde sie diesmal nicht verschont. 11 Nachgeburten waren dann doch zu viel. Fressen wollte sie dann erst mal nicht, trank aber Unmengen an Wasser. Ihre Temperatur ist normal, also kein Grund zur Sorge. Anfangs schien sie mit den vielen quiekenden Kleinen etwas überfordert zu sein, doch schon sehr bald kam sie ihren „Mutterpflichten“ schön nach.

 

Unser Tag/Nacht-Rhythmus ist ziemlich durcheinander geraten. Schon am Tag der Geburt haben wir eine Gästeliege im Welpenzimmer aufgestellt. Seitdem schläft Susanne dort und passt mit Dunja auf die Kleinen auf. Dunja gefiel das Bett wohl auch gut, denn sie schleppte doch tatsächlich die Welpen ins Bett. Dies gefiel uns aber wiederrum nicht. Die Gefahr, dass ein Welpe herunterfällt, ist einfach zu groß. Also probierten wir es mit der Matratze direkt auf dem Boden aus, verschoben die Wurfbox und fanden dann die Lösung und legten vorübergehend Dunjas Kuschelbett hinein.

 

Arya holte sich am zweiten Tag einen heftigen Rüffel von ihrer Mutter, wollte sie doch einfach nur nach den quiekenden Knäulen schauen. Dunja scheuchte sie bis in die letzte Ecke. So schlief Arya dann erst einmal im Flur und ging Dunja aus dem Weg.

 

Dunja säugt, putzt und bemuttert ihre kleinen Kinder fleißig. Es ist eine Freude ihr dabei zuzuschauen.

 

Unser Zuchtwart, Jens Kerl, war auch schon da. Er ist sehr zufrieden und findet die Gewichte klasse. Fotos von seinem Besuch zu machen, haben wir diesmal völlig vergessen, 11 Welpen fordern doch sehr.

 

Fasziniert schauen wir in jeder freien Minute in die Wurfbox. Man kann den Kleinen fast beim Wachsen zuschauen. Jeden Abend wird gewogen, sie nehmen schön zu, immerhin sind es 11. Beim Wiegen müssen wir bereits sehr aufpassen, da sie sie schon sehr mobil sind. Daher haben wir die Waage einfach auf den Boden zu stellen.

 

Die Waschmaschine verrichtet wichtige Dienste.

 

Die Kleinen schlafen, saugen oder stürzen sich auf Dunja, sobald sie die Wurfbox betritt. Dann werden sie ausgiebig geputzt, denn sie können noch nicht selbstständig Kot und Urin absetzen. Das finden sie allerdings meistens nicht so toll, da sie eigentlich erst mal ihren Hunger stillen wollen.

 

Die meiste Zeit wird aber geschlafen, wobei sich beim Aufwachen schon mal gestreckt und gegähnt wird. Nach dem anstrengenden Trinken, fallen sie meist an Ort und Stelle in einen „Komaschlaf“. Es wird auch mal, wenn die Kleinen es sehr eilig haben, an einem Öhrchen eines Geschwisterchens gesaugt. Die Geschwister werden aber viel lieber als Kuschelpartner oder Kopfkissen benutzt.

 

Am 4. Tag entwickelten sich die Pigmente bei den Blonden, die Pfötchen und die Nase sind nicht mehr ganz rosa.

 

Die erste „Pediküre“ haben sie auch schon hinter sich. Was für ein Spaß! Die kleinen messerscharfen Krallen zu kürzen, funktioniert nämlich nur wenn sie schlafen.

 

Allgemein können Welpen in der ersten Woche:

 

- mit pendelnden Suchbewegungen des Kopfes den Weg zur Zitze finden

- erstes kreisförmiges, zum Teil schon zielgerichtetes, Kriechen zur Mutter

- kalt und warm unterscheiden

- Schmerzreaktionen anzeigen

- auf Berührungsreize reagieren

 

Wir sind sehr zufrieden mit der Entwicklung unser Kleinen und sehr stolz auf unsere Dunja, die ihre Sache wieder einmal ganz prima macht. Auch wenn sie sehr pingelig ist, was die Sauberkeit angeht. Sie legt sich nur hin, wenn die Unterlagen pikobello sauber sind. Leider hat sie sich diese Woche in ihre Lefze gebissen, aber das scheint sie keineswegs zu stören.

Geburtsbericht (10.11.18)

Am Samstagmorgen fiel Dunjas Körpertemperatur etwas ab. Im Gegensatz zum A-Wurf haben wir dieses Mal alle 6 Stunden gemessen. Sollte dies bereits ein Hinweis gewesen sein? Denn ein kurzfristiger Abfall der Körpertemperatur ist ein guter Hinweis auf eine bevorstehende Geburt.

 

Wir ließen es ganz gemütlich angehen. Eine kleine Spaziergehrunde mit unser „Litfaßsäule“. Oben auf der Wiese herrschte richtig Trubel, es wurde das Martinsfeuer für den kommenden Tag gerichtet. So richtig viel wollte Dunja, trotz anfänglicher Euphorie,  dann doch nicht laufen. Also machten wir nach einem kurzen Stück wieder kehrt und gingen nach Hause.

 

Seit einigen Tagen bekam Dunja nun 4-8 kleine Mahlzeiten, da ihr Bauch mächtig gewachsen war, war definitiv nicht mehr viel Platz im Magen. Zuhause erbrach sie sich mehrfach in größeren Abständen, ging in den Garten und buddelte und buddelte. Wir trösteten Madame und meinten, dies wäre jetzt viel zu spät für eine Wurfhöhle. Irgendwie erschien sie uns etwas unglücklich, aber dies ist wohl normal vor einer Geburt. 

 

Der vom Tierarzt errechnete Wurftermin war der 11.11.2018, wir gingen aber vom 10.11. aus.  So freute sich unsere Tochter, die diesmal bei der Geburt dabei sein konnte, als es bereits am helllichten Tage losging. Erst dachten wir Dunja müsse nochmal Pippi, denn sie ging Richtung Flur.

 

Sie leckte sie sich kurz und plötzlich quiekte es, der erste Welpe war geboren. Mittags gegen halb 2, wie nett! Wir waren so neugierig, aber Dunja behielt das kleine Etwas erst einmal nur für sich. Irgendwann konnten wir sie dann doch bewegen, sich in die Wurfbox zu begeben. Es wurde kräftig alles trockengeleckt, doch an die Zitze durfte das Kleine noch nicht. Dunja hatte Wehen. Also beschlossen wir schnell ein Wärmekissen zu holen, um das Hundekind darin warm zu halten. Die Kleine war damit natürlich überhaupt nicht einverstanden. Lieber hätte sie gemütlich an Dunjas Zitze gelegen. Aber nach etwas Gemecker, schlief die kleine Maus ein. Ein schwarzfarbenes Mädchen (rot), wie schön.

 

Arya war total neugierig, was da vor sich geht, doch hielt respektvoll Abstand.

 

Nach gut einer ganzen Stunde kam auch schon Nummer zwei mit dem Kopf zuerst, ein schwarzmarkener Bub (dunkelblau), auch er durfte noch nicht trinken. Also auch ins Körbchen zum Warmhalten. Denn kurz darauf wurde Welpe Nummer drei, wieder ein schwarzmarkenes Mädel (lila) geboren. Dunja lief im Wurfzimmer hin und her, legte sich hin, stand wieder auf usw...

 

Dann nach einer Stunde wurde etwas Blondes geboren - ein blonder Bub (schwarz). Wie schön! Den hatte sich jemand von Dunja gewünscht. Einige Minuten später sollte es schon weitergehen, Dunja kam kaum zum Trockenlecken, also halfen wir etwas mit. Wieder wurde ein schwarzmarkener Bub (grün) geboren. Dunja leckte ihn schön trocken und endlich durften alle Babys an die Zitzen. Sie machte es sich gemütlich und machte erst einmal ein Nickerchen!

 

Um 18:14 wurde Nummer sechs geboren, eine schwarzmarkene Hündin (orange). Begeistert stellten wir fest, Dunja hatte diesmal alle Welpen perfekt abgenabelt. Wieder eine Stunde später folgte ein schwarzmarkener Bub (hellblau) und wieder eine Stunde danach ein schwarzmarkenes Mädel (gelb).

 

Beim Ultraschall vor einigen Wochen, wurden sieben Welpen gesehen. Jetzt waren wir schon bei acht!

 

Wieder eine Stunde später um halb 10 wurde wieder etwas Blondes geboren, Nummer 9, ein Mädchen (braun). Herrlich, wieder zwei Blonde, wie letztes Mal beim A-Wurf.

 

Es folgten je im Stundenabstand noch ein schwarzmarkenes Mädel (weiß) sowie Nummer 11 - noch ein schwarzmarkenes Mädel (silber), die letzte und zugleich die Schwerste.

 

Alle waren recht munter. Beim ein oder anderen wurde von uns noch die Nase etwas freigemacht. Diesmal benötigten wir alle griffbereiten Handtücher, keines war mehr brauchbar. Natürlich hat unsere Dunja, wie auch beim A-Wurf, alle Nachgeburten sofort vertilgt.

 

Jetzt waren wir bei 4 Rüden und 7 Hündinnen angelangt. Mit einem Gesamtgewicht von 4945 g, unglaublich! 11 Welpen mit einem beeindruckenden Durchschnittsgewicht von fast 450 g! Dies erklärte Dunjas enormen Bauchzuwachs völlig. Glücklicherweise hatten wir uns diesmal zur Kennzeichnung Kletthalsbändchen bestellt. Beim A-Wurf hatten wir die Welpen noch mit Nagellack gekennzeichnet, dies stellte sich aber als unpraktisch heraus. 

 

Dunja hatte sich nach der enormen Leistung eine Pause redlich verdient. Sie wurde in den Garten zum Lösen gebracht, dazu hatte sie während der ganzen Geburt keine Zeit gefunden, wurde etwas gewaschen und ihr Wurflager gesäubert. Wir versorgten die Nabel der Welpen noch, dann durften alle wieder an die Zitzen. Die, welche  zuerst getrunken hatten, schliefen jetzt, so konnte sich der Rest an Dunja gemütlich machen.

 

Dunja hat während der gesamten Zeit instinktsicher gehandelt und hat uns wieder einmal schwer beeindruckt. Sie ist wirklich eine tolle Hündin.